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WOHNRAUMFEUERUNGEN IM MINERGIEHAUS

Icon Markus Rüegg Ausstellung Feuergalerie

Wohnraumfeuerungen im Minergiehaus

Wodurch zeichnen sich Minergie-Häuser aus?

  • Sehr gute Wärmedämmung
  • Geringer Energiebedarf
  • Sehr dichte Gebäudehülle
  • Kontrollierte Wohnraumlüftung
  • Erneurbare Energieträger
  • Moderne Werkstoffe, viel Holz
  • Zertifizierung / Kontrolle

Vorgaben von MINERGIE® für den Einbau von Cheminées und Öfen

Empfehlung für Minergiehäuser:
 

  • Geschlossene Feuerstellen
  • Angepasste Wärmeleistung
  • Direkte Verbrennungsluftzufuhr in den Brennraum
  • Kein Unterdruck im Gebäude durch Abluftanlagen. (Richtig eingestellte Komfortlüftungen arbeiten druckneutral und verursachen keinen Unterdruck im Gebäude)
  • Feuerstätten mit Qualitäts-Siegel


Verbindlich für MINERGIE-P-Häuser:
Die oben genannten Vorgaben sind bei MINERGIE P zwingend!!!

Kontrollierte Wohnraumlüftung

  • Kontrollierte, geregelt Zu- und Abluft (Kontrollierte Wohnraumlüftung)
  • Evtl. mit spezieller Regelung für Cheminéebetrieb (nur Zuluft)
  • Direkte Zufur der Verbrennungsluft zur Feuerstätte (in Brennraum)

=> Feuerstätte funktioniert!

Anforderung an die Lüftung - SIA 2023

Keine Art von Lüftungseinrichtung (Abluftanlage, zentraler Staubsauger) darf einen Unterdruck verursachen der die Funktion der Feuerung stört.

Maximal zulässiger Unterdruck: 4 Pa bei Feuerstätten

Modernste Feuerungstechnik

  • Hohe Effizienz
  • Tiefste Schadstoffwerte (Feinstaub)
  • Dichte Bauweise
  • Qualitätssiegel – zertifiziert- Konformitätserklärung / EN-geprüft
  • Grosse, vielfältige Sortimentierung
  • Verschiedene Energieträger  (Holz, Gas, Pellet)


 

Dimensionierung einer Wohnraumfeuerung

Da ein Minergiegebäude einen sehr geringen Wärmebedarf hat und meist über wenig innere Speicherkapazität verfügt, muss der Wärmenutzung des Cheminées oder Ofen grosse Beachtung geschenkt werden.

Konvektive Wärmenutzung: FALSCH ! (Raum überhitzt)

  • Sofortige und kurze Wärmeabgabe
  • Wenig Wärmespeicherung


Wärmespeicherung: RICHTIG !

  • Verzögerte, langanhaltende Wärmeabgabe
  • Grosse Wärmespeicherung (6-24 Stunden)


Wasseranlage: RICHTIG !

  • Pufferung der Überschusswärme in Speicher
  • Verzögerte, langanhaltende Wärmeabgabe
  • Bedarfsgerechte , geregelte Wärmeverteilung

Ungeeignete Feuerstätten für Minergie

Feuerstellen, welche nicht in ein Minergie-Gebäude eingebaut werden sollten:
  • ohne Verglasung
  • ohne Wärmenutzung
  • ohne direkte Verbrennungsluftzufuhr
  • ohne Wärmespeicherung
  • ohne Konformitätserklärung
  • ohne Qualitätssiegel


 

Unterdruck im Raum

Verschiedene Verursacher von Unterdruck im Gebäude:
 

  • Dunstabzugshaube in Küche
  • Abluftanlage In WC / Bad / Dusche
  • Zentral – Staubsauger


Diese Problemfelder gilt es im Vorfeld der Beratung sorgfältig zu klären.

Unter diesen Rahmenbedingungen kann eine Feuerstätte (auch ein Cheminéeofen) nicht funktionieren und ist gemäss SIA 2023 auch nicht zulässig. Gekippte Fenster sind auch keine Lösung!

Offener Betrieb eines Cheminée

Oft kommt die Frage von Bauherren, ob man in einem Haus mit einer Komfort-Lüftung ein Cheminée auch offen befeuern kann.

Ja, man kann! Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass ein solcher Feuerungsbetrieb ein Mehrfaches an Verbrennungsluft braucht:


Offene Feuerstelle (Glas offen): ca. 200 – 250 m3/h Abgasvolumen

Geschlossene Feuerstelle (Glas geschlossen):-ca. 20 – 40 m3/h Abgasvolumen

Häufiger Planungsfehler mit gravierenden Folgen:
 
  • Ansaugstelle für Zuluft der Lüftungs
  • Anlage in unmittelbarer Nähe bei der Kaminmündung
  • Haupt-Windrichtung nicht beachtet
  • Bei falscher Konzeption zieht es Rauchgase über Lüftungsanlage an

Nachträglich kaum mehr zu korrigieren, Lösung: Feinstaub-Partikelabscheider


 

Alles klar bei Minergie?

Falls sie noch weitere Fragen zum Bau einer Wohnraumfeuerung in einem Minergie-Haus haben, dürfen Sie sich jederzeit mit uns in Verbindung setzten. Gerne beraten wir sie beim Einbau einer Feuerungsanlage in ihrem Minergiehaus.

Diese Informationen finden Sie auch im angehängten Dokument. Es handelt sich dabei um eine Präsentation welche im Rahmen eines Architektenseminars zum Thema Minergie erstellt wurde.